Die Farbmaus

Die Farbmaus  (mus musculus )

Herkunft : stammt von der westlichen  Hausmaus ab

Alter: ca.1 - 3 Jahre

Größe: ca. 8 - 12 cm ohne Schwanz

Gewicht: ca.25 - 50 g

 

Die Farbmaus hat ihren Namen deswegen, da sie in extrem vielen verschiedenen Farben vorkommt. Von ganz weiß über gelb, orange, rot, blau, lila bis ganz schwarz und gescheckt  sind fast alle Farben denkbar. Farbmäuse wiegen im Durchschnitt 25 bis 50 g. Zwergwüchsige Tiere können aber auch nur 5 g andere Exemplare bis 100 g auf die Waage bringen. Die Körperlänge schwankt zwischen 8 und 12 cm, dazu kommt ein 7,5 - 10 cm langer Schwanz. Die Körpertemperatur einer gesunden Farbmaus liegt mit 38,5 bis 39,3° C höher als die des Menschen. Herzfrequenz bei ca. 300 - 800 Schläge/min.

Durch die seitlich am Kopf befindlichen Augen haben die Tiere zwar einen guten Rundumblick, aber fast kein räumliches Sehvermögen. Somit können sie Entfernungen und Tiefe nur schwer abschätzen. Jedoch können sie Bewegungen gut wahrnehmen. Das Farbsehen ist dagegen kaum entwickelt. Das Gehör der Tiere ist deutlich besser ausgebildet als der visuelle Sinn. Die Ohren können unabhängig voneinander in alle Richtungen bewegt werden und nehmen Töne wahr, die der Mensch nicht hört und im Ultraschallbereich liegen. In diesem Bereich findet auch vorwiegend die akustische Kommunikation der Tiere statt. Der Geruchssinn ist ebenfalls sehr gut entwickelt und hilft dem Tier sowohl bei der Orientierung wie auch in der sozialen Kommunikation. So verständigen sich die Mäuse über gelegte Duftspuren, sie markieren ihr Revier mit Düften, laufen auf Duftstraßen, die sie auch in absoluter Dunkelheit zuverlässig und sicher beschreiten können, und orientieren sich auch bei der Partnerwahl und innerhalb des Rudels am Geruch der anderen Tiere.

Mäuse besitzen ein ausgeprägtes Gleichgewichtsorgan im Innenohrbereich. Dieses ermöglicht ihnen sicheres gehen und klettern auch auf dünnen Ästen, schmalen Kanten und auf Seilen. Mit Hilfe der Tasthaare können Mäuse auch in absoluter Dunkelheit ihre Umgebung gut wahrnehmen. Sie können damit und mit den seitlich am Körper befindlichen Tasthaaren unter anderem auch abschätzen ob sie durch ein Loch hindurchpassen oder nicht. Farbmäuse haben 16 Zähne vier davon sind die ständig nachwachsenden Nagezähne.

Die Fütterung ist relativ unkompliziert: Getreide, Haferflocken, Gerste, Roggen, Kolbenhirse, Buchweizen, verschiedene Gräser und Kräutersamen zählen zu ihrem Nahrungsbedarf. Farbmäuse sind in der Regel recht einfach zu handhaben, da sie weder beißen noch sonderlich scheu sind. Man kann sie einfach auf die Hand nehmen. Kommt die Maus nicht freiwillig, müssen Sie sie einfangen. Entweder nutzen Sie dafür eine Klopapierrolle oder ähnliches oder Sie fangen die Maus mit den Händen. Nicht von oben auf die Maus greifen da das Tier dann einen Fressfeind vermutet und unter Stress gerät. Auch der Schwanz ist nur in absoluten Notfällen zum Anfassen da. In diesen Fall müssen Sie das Tier mit der freien Hand unterstützen. Zur Geschlechtsbestimmung heben Sie das Tier entweder vorsichtig an der Schwanzwurzel ein kleines Stück an, so dass der vordere Körperteil noch auf der Unterlage verbleibt. Oder Sie setzen das Tier in eine durchsichtige Box, um es von unten zu betrachten. Letztere Methode hat den Vorteil, dass die Hoden nicht in den Körper zurückgezogen werden und damit deutlich sichtbar bleiben. Farbmäuse benötigen einen gut belüfteten Käfig. Daher sind Aquarien oder Terrarien nur bedingt geeignet. Geeigneter sind Gitterkäfige  mit einem geringen Gitterabstand von 0,7 - 1 cm. Die Etagen sollten aus Holz bestehen, da Plastik bei verschlucken tödlich sein kann. Das Mindestmaß für 2 Farbmäuse sollte 80 x 50 x 50 cm betragen. Wassertränke und Laufrad (geschlossene Lauffläche) sollten Voraussetzung sein. Da Farbmäuse Rudeltiere sind, sollten sie auf keinen Fall allein gehalten werden, sondern brauchen mindestens einen Artgenossen. Da aber auch zwei Mäuse noch kein Rudel sind, empfiehlt sich für Anfänger eine Gruppe aus vier Weibchen oder drei Weibchen und einem Kastraten. Je mehr Mäuschen in der Gruppe sind, desto aktiver ist das Rudel in der Regel und desto öfter bekommt man auch mal ein Mäuschen zu Gesicht. Die Haltung einer Gruppe reiner Weibchen ist bei Farbmäusen relativ unkompliziert. Gelegentliche Zankereien kommen vor, führen aber nur sehr selten zu ernsthafteren Verletzungen. Die Haltung reiner Bockgruppen (unkastriert) ist hingegen überhaupt nicht zu empfehlen da Farbmausböcke ein stark ausgeprägtes Revierverhalten haben und sich selbst Brüder irgendwann böse zerstreiten und schlimmstenfalls sogar totbeißen. Daher wird dringend zur Kastration der Böcke geraten,  dann können sie auch als reine Kastratengruppe gehalten werden. Das Überleben ihrer Art sichert die Maus mit vielen Nachkommen. So kann ein Weibchen nach 21 Tagen Tragzeit bis zu 16 Junge gebären und ist schon Stunden nach der Geburt wieder empfängnisbereit, so dass der nächste Wurf schon nach 3 Wochen zur Welt kommt. Die Mäuse öffnen nach ca. 14 Tagen ihre Augen und erkunden ihre Umgebung. Sie werden jedoch noch bis zum Ende der 3. Woche weiter gesäugt. Auch wenn sie danach unabhängig von der Muttermilch sind, sollten Sie die Mäusekinder noch eine weitere Woche bei der Mutter belassen, da sie in dieser Zeit viele wichtige Verhaltensweisen noch erlernen müssen. Mit 28 bis 46 Tagen sind die Kleinen dann geschlechtsreif, so dass es angeraten ist, sie am Ende der 4. Woche nach Geschlechtern zu trennen. Die so genannte Zuchtreife tritt jedoch erst mit 3 bis 4 Monaten ein.

Autor: Peter Schmutz

PAP 1/2013

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