Guppy / Poecilia reticulata

Einer der beliebtesten und wohl bekanntesten Aquarien-fische ist der lebendgebärende Guppy. 

 

Der Name geht auf Robert John Lechmere Guppy (1836 - 1916) zurück, der mehrere Guppy-Exemplare auf Trinidad gesammelt hatte und diese 1966 an das Britische Museum sandte.

 

Das natürliche Vorkommen des Guppys ist Mittelamerika bis Brasilien. Die Männchen der Zuchtform werden an die 3 cm groß (ohne Schwanzflosse gemessen), Weibchen erreichen eine Größe von 6 cm. Die Wildformen bleiben deutlich kleiner.  Generell sind Männchen prächtiger gefärbt und ist das Gonopodium (Begattungsflosse bei Fischen) bereits bei Jungtieren deutlich zu erkennen. Guppys betreiben keine Brutpflege und Elterntiere stellen auch ihren Jungen nach. Die Weibchen werden bereits mit drei Monaten geschlechtsreif und können den Samen speichern. Dieser Vorrat kann für bis zu 10 - 11 Würfe mit jeweils 20 - 40 Junge reichen.

 

Die optimale Temperatur für die Haltung von Guppys ist 23 - 26° C. Sie halten allerdings auch Temperaturen von 16 - 30° aus. Importierte Exemplare haben im Aquarium oft eine nur kurze Lebenserwartung. Durch die Nachzucht im Aquarium kann die Lebenserwartung der nachgezogenen Guppy aber deutlich gesteigert werden.

Verschiedene Guppyformen wie Doppelschwert, Fächerschwanz, Fahnenschwanz, Großflosser, Kurzflosser, Leierschwanz, Nadelschwanz, Rundschwanz, Schleierschwanz, Schwertflosser, Spatenschwanz, Speerschwanz,  Triangelschwanz, Unterschwert werden gezüchtet. Zusätzlich zu den zahlreichen Flossenformen unterscheidet man noch verschiedene Grund- und Deckfarben.

Als eigene Art unter den Guppys existiert auch noch der Endlers Guppy welcher unter anderem in Venezuela vorkommt. Endlers Guppy sind ebenso farbenprächtig, allerdings etwas kleiner als die bekannten Zuchtformen.

 

Poecilia reticulata - Neozoon?

 

Als Neozoon bezeichnet man ein Tier, das durch bewusste oder unbewusste oder indirekte Hilfe des Menschen eingebracht wurde, in denen es ursprünglich nicht vorkam. Guppys haben den Ruf, dass sie in großen Mengen Mückenlarven vertilgen. Dies hat bereits vor über hundert Jahren dazu geführt, dass vor allem das britische Kolonialministerium Guppys in zahlreichen Gewässern ansiedelte, in der Hoffnung damit die Malaria tropica eindämmen zu können. Guppys sind zu echten Globetrottern geworden. So gibt es auch nachgewiesene Vorkommen in Österreich und Deutschland. Allerdings ist ein Überleben nur in der Nähe von künstlich aufgewärmten Gewässern z.B. in der Nähe von Kraftwerken möglich.

 

Foto: Archiv Sera

PAP 2/2012

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