Es atmet und bewegt sich - Kinder brauchen Tiere

Der Umgang mit Tieren ist für Kinder etwas enorm wichtiges! Tiere sind für Kinder vielfach präsent. Auch für Kinder, die ohne Haustier aufwachsen, spielen Tiere eine Rolle. Zahlreiche Kinderbücher, Fernsehsendungen, Comicfiguren, Stofftiere sowie der ständige Kontakt mit Tieren aus der Natur, führen im Leben von Kindern immer wieder zum Kontakt mit Tieren. 

Was ist der Mensch ohne Tiere? Wären alle Tiere fort - so stürbe der Mensch in großer Einsamkeit des Geistes. Was immer den Tieren geschieht - geschieht auch bald dem Menschen. Indianerhäuptling Seattle 1855

Von besonderer Bedeutung ist es, Kindern die Akzeptanz auf das Recht zum Leben aller Tierarten zu vermitteln. Kinder orientieren sich daran, wie wir Erwachsene uns Tieren gegenüber verhalten.

Insekten, Spinnen, Schnecken und Würmer sind (leider) nicht jedermanns Sache. Für kleine Kinder sind diese Tiere weder Ekeltier noch Ungeziefer. Erst durch das Verhalten von uns Erwachsenen  werden sie "dazu gemacht". Lassen wir doch Kinder diese Tiere fasziniert bewundern. Lassen wir doch Kindern die Wunder der Natur mit offenen Augen erkennen und erleben. Jedes Tier hat seine eigene Aufgabe und Sinn im Kreislauf der Natur. 

Meist haben Kinder eine sehr positive Einstellung zu Tieren. Haustiere werden als Teil der Familie gesehen und beinahe jedes Kind wünscht sich ein eigenes Haustier. Kinder die mit einem Haustier aufwachsen, haben nachweislich eine bessere Entwicklung der Beziehungsfähigkeit. Ebenso haben Tiere bei Kindern eine positive Auswirkung auf die Gefühlsentwicklung, sozialer Kontaktaufbau und die nonverbale Kommunikation werden gefördert. Tiere geben Selbstvertrauen, lehren Verantwortungsbewusstsein, lehren Rücksichtnahme, Ausdauer. Nicht umsonst werden Tiere immer häufiger als "tierische Therapeuten" eingesetzt. Eindeutig besteht bei Kindern übrigens eine Vorliebe für Säugetiere. Aber auch exotische Tiere stehen immer häufiger auf der "Wunschliste".

Landwirtschaftliche Nutztiere sind bei Kindern weniger beliebt als Haustiere. Geben wir doch Kindern die Möglichkeit, die Lebensansprüche und damit auch das Verständnis für diese Tiere kennenzulernen. Ermöglichen sie Kindern das Beobachten von Tieren durch Spaziergänge, Walderlebnisse (z.B. an einem Ameisenhügel). Besuchen sie doch mit ihrem Kind einen Tiergarten oder Streichelzoo mit artgerechter Tierhaltung.   

Für viele Kinder ist das Tier Spielkollege, Partner, Tröster und treuer Gefährte in allen Lebenslagen. Nicht jedes Erlebnis möchten Kinder ihren Eltern, Geschwistern oder Freunden anvertrauen. Tiere sind wertvolle Gesprächspartner. Sie widersprechen nicht, sie trösten und muntern auf. Das Tier wird zum einzigen und besten Freund der Welt.

Natürlich müssen aber auch die Rahmenbedingungen zur Haltung eines Haustieres passen. Nur wenn man den oft großen zeitlichen und finanziellen Aufwand, den Platzbedarf und die Grundlagen der artgerechten Haltung des jeweiligen Tieres gerecht wird, kann das Haustier einen positiven Stellenwert im Leben des Kindes einnehmen.

Damit Kinder Tiere artgerecht halten können, müssen sie deren natürlichen Verhaltensweisen, Bedürfnisse und Ausdrucksweise kennen- und verstehen lernen. Der richtige Umgang zum Tier muss beachtet werden. So können z.B. falsche Haltung, ungeeignetes Futter zu Stress, Angst, Mangelzuständen, Verletzungen bis hin zum Tod führen. Auch die Tendenz, Tiere zu vermenschlichen muss vermieden werden.

Kinder sind lebhaft. Der Umgang mit Tieren erfordert Rücksicht und Geduld. Kleinkinder können nicht beurteilen, wann ein Tier leidet. Es liegt an uns, Kindern den respektvollen Umgang mit Tieren zu lehren. Häufig "toleriert" eine Katze das ziehen am Schwanz oder der Hund den Tritt. Gewalt gegenüber Lebewesen darf daher nicht übersehen oder toleriert werden. Tiere sind lebendige Wesen und kein Spielzeug.

Unter Aufsicht und Anleitung können Kinder zwischen drei und sechs Jahren erste Aufgaben bei der Versorgung eines Haustieres übernehmen.

Die meisten Heimtiere kommen übrigens nicht aus unseren Breitengraden sondern aus anderen Ländern. Rennmäuse stammen aus der Mongolei, Wellensittiche aus Australien, Meerschweinchen, Chinchilla und Degu aus Südamerika, zahlreiche Fische aus Asien, Leguane aus Madagaskar, Landschildkröten aus Griechenland, Kanarienvögel aus den Azoren und der häufig gehaltene Goldhamster aus Syrien.

Heimtiere zu halten erfordert daher, sich über das Verhalten und den natürlichen Lebensraum des Tieres zu informieren, und dieses Wissen in artgerechte Haltung umzusetzen. 

Pet and People 4/2012

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