Fuchs / Vulpes vulpes

Der Rotfuchs liebt eigentlich dichte und einsame Wälder. Der zur Familie der Wölfe gehörende Fuchs ist carnivor (Fleischfresser) und hat praktisch auch den Lebensraum des Menschen angenommen. Er ist daher auch in Schrebergärten und Parkanlagen anzutreffen und in ganz Europa verbreitet. Mit Ausnahme der Paarungszeit leben sie einzelgängerisch und leben nur selten mit Artgenossen zusammen.  Meist bewohnen sie Erdbaue die sie entweder selbst graben oder auch von Dachsen übernehmen. Zusätzlich zu einem Haupteingang werden von den Tieren Fluchtröhren gegraben, die ein schnelles und sicheres fliehen ermöglichen sollen. Füchse erreichen eine Körperlänge von 130 cm und eine Schulterhöhe von 40 cm bei einem Gewicht von 6 bis 10 kg. Ihnen wird eine besondere Schlauheit nachgesagt, welche sie durch ihr sehr gutes und schnelles Lernvermögen ständig beweisen.

 

Der Rotfuchs ist ein dämmerungs- und nachtaktives Tier und daher sind auch die Sinnesorgane des Fuchses besonders an das Leben im Dunkeln angepasst. Die fast in alle Richtungen drehbaren Ohren orten Geräusche sehr präzise. Auch der Geruchssinn ist enorm und über 400 mal besser als der des Menschen. Die Augen sind denen der Katze ähnlich. Angenommen wird, dass Füchse aufgrund der Struktur der Netzhaut farbenblind sind.    

 

Zur Nahrungsquelle des Fuchses zählen Mäuse, Hasen, Rebhühner und

gelegentlich auch Rehkitze. In Bodennähe plündern sie  auch gerne Vogelnester und gelegentlich suchen sie auch in menschlichen Siedlungen einen Hühnerstall auf. Wie bei den meisten Raubtieren werden von den Füchsen in erster Linie kranke und alte Tiere erlegt. Damit trägt der Fuchs wesentlich zur Gesunderhaltung des Ökosystems bei, und erfüllt die Aufgabe einer "Gesundheitspolizei". Neben fleischlicher Kost werden je nach Jahreszeit auch reife Früchte und Beeren gegessen.  

 

Die natürlichen Feinde des Fuchses sind der Bär, Wolf, Luchs und Steinadler. Weitere Gefährdungsmöglichkeiten sind z.B. Fuchsräude, Tollwut und Jagt. In Gebieten, in denen eine flächendeckende Impfung der Füchse z.B. gegen Tollwut durchgeführt wurde, sind die Tiere gegen Tollwut immunisiert.  

 

Aufgrund der fehlenden natürlichen Feinde wird oft behauptet, dass der

Fuchsbestand durch die Jagt reduziert werden muss. Weitere Gründe sind der Pelz der Tiere und die Angst vor Tollwut oder dem Fuchsbandwurm.

 

In Deutschland wurde in Untersuchungen die Erfahrung gemacht, dass die Sozialstruktur der Fuchspopulationen dafür sorgt, dass sich die Tiere nicht über Gebühr vermehren. Verfolgt man Füchse nicht, so leben sie in einer stabilen Familiengemeinschaft. Die Geburtenrate ist in dieser Sozialstruktur relativ gering und die Populationsdichte bleibt konstant. Englische Forscher wie z.B. der Fuchsexperte Stephen Harris konnten sogar aufzeigen, dass selbst ein 150faches Nahrungsüberangebot die Fuchsdichte nicht weiter wachsen lässt.

 

Durch die Jagd des Fuchses bricht dagegen die Gemeinschaft und Sozialstruktur auseinander und nahezu jede Füchsin wird befruchtet. Auch konnte nachgewiesen werden, dass die Anzahl der Welpen pro Wurf anwächst. Die Jagt ist also nach diesen Studien kontraproduktiv. Als Beispiel sei auch der in den 70er Jahren in Deutschland zur Tollwutbekämpfung unternommene Versuch, die Fuchspopulation nicht nur durch Gewehr,  Fuchsfallen und Hunde sondern auch mit Giftgas zu bekämpfen, erwähnt. Durch das starke bejagen wurden die Jungfüchse in ihrem Familienverbund auseinandergetrieben, die Füchse haben die Tollwut dadurch in neue Gebiete zusätzlich eingeschleppt. Die  schweizerische Tollwutzentrale stufte daher die jagdliche Reduktion des Fuchsbestandes ebenfalls als kontraproduktiv ein. In Griff konnte das Problem erst durch den Einsatz von tierfreundlichen Impfködern gebracht werden. Heute gilt die Tollwut in weiten Teilen Österreichs, Deutschlands und der Schweiz als ausgerottet.

 

Ähnliche Beobachtungen in Nationalparks und jagt freien Naturschutzgebieten verschiedener Länder konnten nirgendwo eine Zunahme der Fuchspopulation verzeichnen.       

 

PAP 2/2014

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