Der Kollege mit der kalten Schnauze

Ein - erfreulicherweise - immer aktueller werdendes Thema:
Hund am Arbeitsplatz


Gleich vorweg, rein rechtlich gibt es diesbezüglich keine verbindlichen Regelungen. Generell besteht natürlich für einen Dienstnehmer kein Recht darauf, sein Haustier, im Regelfall wohl seinen Hund, an den Arbeitsplatz mitzubringen. Grundsätzlich ist wohl davon auszugehen, dass Hunde aufgrund ihrer Wesenseigenschaften eher geeignet sind, als Bürokollegen zu fungieren, als Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen etc., welche Tiere erfahrungsgemäß lieber zuhause in der gewohnten Umgebung verbleiben.

 

Hund am Arbeitsplatz

 

Generelle Voraussetzung für die Mitnahme des vierbeinigen Freundes sollte natürlich sein, dass der Arbeitsplatz entsprechend hundegerecht ist, sprich keine Raucherbüros, Maschinengestank oder extrem laute Geräuschkulissen. Falls möglich natürlich entsprechende Klimatisierung und entsprechende Rückzugs- bzw. Auslaufmöglichkeiten, zumindest in der Mittagspause. Für den verständigen Hundebesitzer, welcher auf seinen Liebling auch nicht bei der Arbeit verzichten will, sollten dies jedoch ohnedies Selbstverständlichkeiten sein.

Sollten sämtliche diesbezüglichen Voraussetzungen gegeben sein, ist natürlich das Einverständnis des Dienstgebers einzuholen, weiters haben auch die Arbeitskollegen ein Mitspracherecht.

Sollte einer der menschlichen Kollegen an einer Allergie leiden oder generell Angst vor Hunden haben, stehen Sie natürlich vor einem entsprechenden Problem.

Renommierte Studien belegen eindeutig, dass Hunde am Arbeitsplatz generell für eine entspannte Atmosphäre sorgen, die Stressbelastung vermindern und für Harmonie im Arbeitsalltag sorgen. Im Idealfall sind sie geeignet, auch für effektiveres Arbeiten und für reduzierte Krankenstände zu sorgen, wortkarte Kollegen „aufzutauen“ und streitbare Kollegen entsprechend zu besänftigen.
Es kommt wohl nicht von ungefähr, dass zahlreiche Firmen und auch Großkonzerne die Anwesenheit der vierbeinigen Kollegen nicht nur tolerieren, sondern mittlerweile auch schätzen.
In Deutschland wird durch den Tierschutzbund alljährlich ein Schnuppertag „Kollege Hund“ mit großem Erfolg durchgeführt und entscheiden sich immer mehr Firmen dazu, ihr Einverständnis zum Kollegen mit der kalten Schnauze zu geben.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich berichten, dass wir unser Büro seit November 2011 mit Benny, einem mittlerweile 6-jährigen „Notfall“ (Herrli musste ins Pflegeheim) teilen. Die Aufnahme von Benny, welcher privat den Haushalt mit meiner Kanzleileiterin teilt, ins Büro war nicht unriskant, zumal er nach Abholung an einem Freitag im November 2011 am darauffolgenden Montag seinen Bürodienst antreten musste. Benny hat sich von der ersten Minute an so verhalten, als ob er sein gesamtes bisheriges Leben nichts anderes gemacht hätte, als brav zu sein, Mandanten nur dann zu beschnuppern, wenn dies ausdrücklich gewünscht wird und im Übrigen einfach nur fröhlich zu sein. Dazu gehört auch, ab und zu den Schreibtisch der „Chefin“ zu erkunden, wie auf dem vorliegenden Foto ersichtlich.

Insgesamt ist zu diesem nicht zwingend juristischen Thema zusammenfassend festzuhalten, dass Hunde im Büro - sofern adäquate Voraussetzungen gegeben sind - eine Bereicherung in jeder Hinsicht darstellen.

 

Autor: RA Mag. Christa Schatzl

PAP 4/2012

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