Die Dachkolonie kehrt zurück

Wie bereits im April angekündigt folgt nun die Fortsetzung zur Flussseeschwalben Dachkolonie in Leeuwarden.

Am 24. April landete das erste Schwalbenpaar auf dem Dach der Van Hall Larenstein Hochschule, weitere Pärchen trafen die darauf-folgenden Tage ein. Sofort fingen sie an, ihren Balztanz vorzuführen.

Die Brutsaison bei den Tieren startete im Mai und ab der zweiten Monatswoche konnte beobachtet werden, dass bereits ein erstes Pärchen mit dem Ausbrüten ihres Geleges beschäftigt war. Insgesamt versammelten sich dieses Jahr 73 brütende Paare auf dem Dach. Aus den 170 Eiern schlüpften insgesamt 141 Küken. Die Überlebensrate lag somit bei 83%.

Im Alter von etwa drei Wochen verändert sich das Aussehen der jungen Flussseeschwalben erheblich. Das neue Federkleid wird gründlich und sehr oft geputzt, um Flugübungen durchführen zu können, bis sie sich schließlich zu ihrem ersten, selbständigen Flug wagen.  

Aber was tun diese Vögel eigentlich den ganzen Tag über? Aus den Aufzeichnungen der forschenden Studenten ging hervor, dass die Elterntiere bereits bei Tagesanbruch auf Futtersuche gehen. Meist bleibt jedoch ein Altvogel beim Nest um die Küken zu beschützen und zu wärmen, vor allem, wenn diese noch sehr jung sind. Die Tiere versuchen so nah wie möglich an der Kolonie zu jagen um somit lange Flugstrecken zwischen Nest und Futtergrund vermeiden zu können. Sobald die Nachkömmlinge etwas älter sind, gehen beide Elterntiere auf Fischfang.

Am liebsten schlupfen die Jungen unter das Federkleid ihrer Eltern um dort Wärme und Schutz zu suchen. Werden sie von diesen alleine gelassen, drücken sie sich so dicht wie möglich auf den Boden um nicht aufzufallen. Im Alter von etwa fünf Tagen beginnen sie, ihre Umgebung selbstständig zu untersuchen und laufen mehr umher. Sie werden von den Altvögeln aufgefordert sich zu verstecken und kommen erst wieder zum Vorschein, wenn ein Elternteil mit Futter zurückkehrt und nach ihnen ruft.

Sobald sich der Tag zu Ende neigt, kehren die adulten Flusssee-schwalben zur Kolonie zurück. Bei der Gruppe auf dem Dach der VHL-Hochschule konnte beobachtet werden, dass im Zeitraum von 21-23 Uhr kein Tier sein Nest verlassen hatte. Meist sind die Vögel dann mit der Gefiederpflege beschäftigt. Ein Elternteil ruht auf dem Nest und lässt die Jungtiere unter sein Gefieder kriechen, der Partner hingegen nächtigt etwas abseits vom Nest. Flussseeschwalben schlafen

schlafen nie alle zur gleichen Zeit um stets wachsam nach Feinden, wie beispielsweise Eulen, Ausschau halten zu können.

Ende August machten sich die letzten verbliebenen Tiere nun auf den Rückweg in ihr Winterquartier. Nach Angaben der Forscher schafften es etwa 35 Jungtiere die Reise mit ihren Eltern anzutreten. Sie werden allerdings erst in zwei bis drei Jahren wieder zurückkehren. Bis dahin bleiben sie im warmen Afrika. Wir hoffen jedoch alle auf eine zahlreiche Rückkehr der Alttiere ab April nächsten Jahres, um weiterhin durch die Untersuchungen viel Neues über diese Spezies in Erfahrung bringen zu können.

Autor:
Katharina Herr
(wildlife management student)
VHL University of
Applied Sciences

Agora1, P.O. Box 1528,
8901 BV
Leeuwarden
The Netherlands

PAP 3/2013

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