Der Halsbandleguan – Crotaphytus collaris

Aus den verschiedenen Herkunftsgebieten Nord-amerikas, der USA und Mexiko gibt es neun verschiedene Arten der Halsbandleguane. Speziell in den nordamerika-nischen Bundesstaaten Utah/Collorado - USA ist die Art Crotaphytus collaris beheimatet. Diese gehören zur Teilordnung der Leguanartigen (Iguania). In seiner Heimat hält er sich in felsigen Trockengebieten auf. Geröll und  Halbwüsten mit heißen Sommer und durchaus kalten und schneereichen Winter prägen den jahreszeitlichen Rhythmus im Herkunftsland. Dies bedeutet im Sommer Temperaturen über 30 °C. Der spärliche Bewuchs besteht meist nur aus Gräsern, Gänsefußgewächsen und dem Utah-Wacholder (Pinus edulis).

Der Halsbandleguan kann eine Gesamtlänge von bis zu 35 cm erreichen, wobei 2/3 der Länge vom Schwanz eingenommen wird. Seinen Namen trägt der Halsbandleguan aufgrund des stark ausge-prägten schwarzen Doppelhalsbandes, welches bei Crotaphythus collaris nicht geschlossen ist. Die Männchen dieser Art sind meist farbiger gemustert als die Weibchen. Die Körperfarben variieren und können braun, olivfärbig über grünlich bis türkisfärbig und blau sein. Die Kehlflecken der Männchen leuchten meist orange, gelb, blau oder grau, können aber auch gänzlich fehlen. Auch die Rückenfärbung kann individuell sein. Die etwas unscheinbareren Weibchen bekommen in der Fortpflanzungszeit meist orangefarbene oder sogar rötlich gefärbte Punkte und Flecken.  Ab Ende November halten Halsbandleguane eine Winterruhe von 2 -3 Monaten.

Halsbandleguane sind tagaktive, sehr gesellige Boden- und Felsen-bewohner, die es sich gerne auf Erhöhungen gemütlich machen und von dort Ausschau nach Nahrung oder Feinden halten. Halsbandleguane können durch Laufen auf den Hinterbeinen sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen und haben eine enorme Sprungkraft. Der lange Schwanz dient den Tieren als Gleichgewichtshalter.   

In der Terraristik sind sie nicht nur bei Anfängern sehr beliebt, da die Tiere einfach zu halten sind und zusätzlich mit ihrer Farbenpracht und Zutraulichkeit begeistern.  Da die Tiere sehr lebhaft sind, sollte natürlich auch das Terrarium eine entsprechende Größe haben und die Maße von 120 (200) x 60 x 60 (80) cm nicht unterschreiten. Um den Bewegungsdrang der Tiere gerecht zu werden ist es empfehlenswert eine langgezogene Grundfläche anzustreben. Mitunter ist dann ist auch eine auf den Hinterbeinen rennende Echse zu beobachten.

Bei der Gestaltung des Terrariums sollte darauf geachtet werden, dass die Rückwand verschiedene angeordnete Plateaus und Vorsprünge aufweist. Die Tiere sollen die Möglichkeit haben, Sonnen- und Aussichtsplätze aufsuchen zu können. Auch sollten alle Wände als Lauf- und Kletterfläche nutzbar sein. Steinaufbauten und Wurzeln müssen vor Einsturz gesichert sein, und die Bodenfläche sollte mehrfach einen harten Untergrund aufweisen. Die Tiere meiden in ihrem Lebensraum sandige Stellen und halten sich lieber auf harten Oberflächen auf.

Unbedingt eingeplant gehören auch Versteckmöglichkeiten wie z.B. Höhlen in Form von z.B. Kokosnussschalen oder auch Blumentöpfen. Natürlich wirkende Steine und Wurzeln sollten ebenfalls nicht fehlen, jedoch muss genügend Bewegungsraum vorhanden bleiben. Pflanzen dürfen natürlich ebenfalls ihren Weg ins Terrarium finden. Auch wenn Halsbandleguane keine Vegetarier sind, dürfen keine giftigen Pflanzen verwendet werden, da mit der Aufnahme von Futterinsekten aus dem Terrarium Schadstoffe aufgenommen werden könnten.  Natürlich besteht auch die Möglichkeit des Einsatzes von Kunstpflanzen - die häufig schon recht ansehnlich aussehen. Ideale Pflanzen sind z.B. Aloe Vera, Palmlilien, Korallenkaktus, Fuchsschwanzgewächse und Agaven.

Die Grundtemperatur sollte zwischen 28- 35°C. liegen, punktuell können Temperaturen von 45 - 55°C. erreicht werden. Neben den notwendigen UV-Zonen müssen auch Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden und eine nächtliche Abkühlung erfolgen.

Verzichtet soll auf Infrarotstrahler, Wärmesteine und Heizmatten werden. Wie in der freien Natur soll die Wärme von oben kommen, da Echsen Wärme mit Licht verbinden und damit natürliche Bedingungen simuliert werden.

Halsbandleguane sind karnivor (fleischfressend). Gefressen wird nahezu alles was sich bewegt. Die Art ernähr sich von Heuschrecken, Grillen, Heimchen, Schaben, Asseln, Motten, Wachsmaden, Fliegen etc.. Manche Futtertiere wie z.B. Zophobas haben kräftige Mundwerkzeuge und können die Tiere verletzen, Fliegenmaden und Mehlwürmer sind sehr fettreich und schwer verdaulich und sollen daher nur selten gefüttert werden. Übrigens sollten auch Futtertiere gut ernährt werden und generell auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung geachtet werden. Halsbandleguane können enorm große und viele Futtertiere vertilgen. Es schadet daher nicht, manchmal einen (einige) Fastentag(e) einzuplanen, um einer Verfettung bei adulten Tieren vorzubeugen.

Achtung: Halsbandleguane machen auch vor anderen Echsen keinen Halt!

Zu einer artgerechten Haltung gehört bei Halsbandleguanen auch die Überwinterung. Im Spätsommer werden die Tiere bedeutend ruhiger und nimmt die Nahrungsaufnahme ab. Um die Winterruhe einzuleiten wird Licht und Wärme innerhalb von 4 - 6 Wochen langsam reduziert. Generell sollen nur Tiere überwintert werden, die Gesund sind und einen gut genährten Eindruck hinterlassen. Während dieser Zeit wird auch die Fütterung reduziert und 10 - 14 Tage vor der eigentlichen Winterruhe gänzlich eingestellt. In dieser Zeit sollte auch verstärkt darauf geachtet werden, dass Schlechtwettertage simuliert werden um die Wasseraufnahme anzuregen.

Halsbandleguane machen eine Winterpause (Hibernation) und keinen Winterschlaf! Atmung und Herzschlag werden auf ein Minimum herunter gefahren. Die Tiere überwintern am besten bei 6 - 15 °C. für ca. drei Monate. Bei einer Überwinterung im Terrarium ist darauf zu achten, dass die Temperatur immer unter 18 °C. liegt. Bewährt haben sich auch Kühlschränke und Weinkühler.

Achtung: Die Überwinterung ist zur artgerechten Haltung dieser Tierart unbedingt erforderlich!

PAP 4/2013

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