HESC (Hoedspruit Endangered Species Centre)

Meine Arbeit als Freiwillige in einem Zentrum für gefährdete Tierarten in Südafrika war eine so wundervolle Erfahrung, dass ich sie an dieser Stelle gerne mit allen Lesern teilen möchte.

Im Februar diesen Jahres reiste ich für vier Wochen nach Hoedspruit, einem kleinen Dorf in Südafrika, in dem es nichts außer eben diesem Zentrum - HESC genannt - und ein paar winzigen Geschäften gibt.

Die Mitarbeiter von HESC (Hoedspruit Endangered Species Centre) widmen ihr Leben dem Schutz gefährdeter Tierarten und der Pflege verletzter, verwaister oder schwacher Tiere, die von den Bewohnern der Gemeinde im umliegenden Land entdeckt wurden.

 

Besonders bekannt ist das Zentrum für die große Anzahl an Geparden, die auf dem riesigen Areal leben.

Einige sind dabei, die in dem Zentrum geboren wurden und in dem Reservat mit ihren Familien leben, während andere wieder in die Wildnis entlassen werden können, da HESC großen Wert darauf legt, dass die Geparden sich nicht zu sehr an Menschen gewöhnen.

 

Das Ziel des Zentrums ist es also, möglichst wenig in die Natur einzugreifen und trotzdem alles zu tun, um das Aussterben dieser gefährdeten Tierarten zu verhindern.

Meine Arbeit bestand aus der Fütterung der Geparden, Löwen, Zebras, Antilopen, Servalkatzen und allen anderen Tieren im Zentrum. Weiters arbeitete ich jeden Morgen in der Fleischerei, um das Futter für all die Tiere zuzubereiten. Ich kümmerte mich um die verletzten Tiere im „Tierkrankenhaus“ des Zentrums, impfte Schildkröten, machte Führungen für Schulklassen durch das Zentrum und durfte mich auch um zwei herzige Affenbabys kümmern, die in unserem „Studentencamp“ lebten. Die beiden wurden von ihrer Mutter verstoßen und verletzt im Garten eines Farmers gefunden. Wir fütterten sie mit Babytiernahrung und da sie sehr viel Zuneigung brauchten, trugen wir sie immer am Körper. Und spielten mit ihnen. Im Laufe der Zeit wurden sie immer zutraulicher und aufgeweckter und es war eine wahnsinnige Freude zuzusehen wie sie immer mehr aufblühten!

Abgesehen davon, durfte ich bei sehr vielen Operationen assistieren und, wenn ich nicht arbeitete wurde ich über die Tierwelt und Vegetation in Afrika unterrichtet.

Was mich an meiner Zeit bei HESC am meisten bewegt hat war die Operation an einem Nashorn, dem Wilderer das Horn abgeschnitten haben und es dadurch beinahe verblutet wäre. Wir mussten es betäuben, die Wunde säubern und von Maden befreien. Der Tierarzt hat alles desinfiziert und eine Metallabdeckung über der Wunde befestigt, damit diese gut heilen kann.

 

Zur Info: Wilderer in Afrika werden nach dem Gewicht der Hörner bezahlt – der Preis für ein Kilo Horn kann auf dem Schwarzmarkt doppelt so hoch sein wie für ein Kilo Gold. Aus diesem Grund schneiden die Wilderer die Hörner mit der Wurzel ab, wodurch das Nashorn für gewöhnlich keine große Überlebenschance hat. Ein paar Zentimeter oberhalb und das Tier hätte keine Schmerzen.

In den nächsten Wochen verbesserte sich der Zustand des Nashorns immer mehr und mittlerweile lebt es mit seinen Artgenossen auf dem weitläufigen Areal des Zentrums und glücklicherweise heilt die Wunde sehr gut.

 

Ich bin überglücklich die Möglichkeit gehabt zu haben so eine großartige Erfahrung machen zu dürfen und werde mich immer an meine Arbeit bei HESC in Südafrika erinnern. :-)

 

Autor: Julia Schießwohl

PAP Ausgabe 13

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