Eisen (Spurenelement) ist für alle Wirbeltiere und Pflanzen unbedingt lebensnotwendig.

 

Die Fische benötigen Eisen vor allem zur Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Das Hämoglobin transportiert den Sauerstoff durch alle Teile des Körpers, nimmt Kohlendioxid auf und "transportiert" es zu den Atmungsorganen zwecks Ausscheidung. Wie auch beim Menschen wird Eisen zur Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin benötigt.

Auch Pflanzen benötigen Eisen, und zwar vor allem zur Bildung des Ferredoxin. Bei Eisenmangel kann das lebensnotwendige Blattgrün Chlorophyll nicht synthetisiert werden, die Pflanzen bilden dann weiß-farblose Blätter und verkümmern.

Werden ausschließlich Fische gehalten, spielt der Eisengehalt eine untergeordnete Rolle, denn Fische decken ihren Eisenbedarf vor allem aus der Nahrung. Zur Erhöhung eignen sich ausschließlich Eisenchelate. Deshalb enthalten die meisten Aquariendünger "Eisen mit Nährstoffträger", also in Chelatform.

 

Eisen tritt in zwei verschiedenen Ladungsformen auf. Und zwar als zweiwertiges Eisen (Fe2+) und als dreiwertiges Eisen (Fe3+). Zweiwertiges Eisen ist gut wasserlöslich. Im Aquarium herrscht sehr oft ein sauerstoffreiches Milieu. Im Filterschlamm der meist oxidativ (in Sauerstoffkontakt)  arbeitenden Aquarienfilter sammelt sich sehr leicht eine riesige Eisenmenge. Der braunschwarze Filterschlamm enthält oft extrem hohe Eisenmengen. Durch die Oxidationsprozesse im Filter werden jedoch die Chelatoren oft zerstört, wodurch das Eisen ausfällt.

Chelatoren sind Molekühle von Stoffen, die sich um Zentralatome eines anderen Stoffes herum anlagern. Aufgrund seiner Struktur besetzt der Chelator dabei mehrere oder alle Bindungsstellen. Dadurch werden Komplexverbindungen erzeugt, die oft schwierig aufgebrochen werden können. (Chelatoren verlangsamen also die Oxidation, wodurch Eisen länger erhalten bleibt) 

 

In der Aquaristik ist EDTA ein bekannter Chelator, der im richtigen pH-Bereich bei Eisen alle Bindungsstellen belegt. Chelate lösen sich sehr gut im Wasser und werden gemeinsam mit Eisen von den Pflanzen aufgenommen. Auch Pflanzen selbst erzeugen verschiedene Chelatoren, mit deren Hilfe Metalle nutzbar gemacht werden. So kann über die Wurzeln Säure ausgeschieden werden, welches Eisen im Bodengrund löst und für die Pflanzen nutzbar macht.

INFO: Alle Angaben zur Dosiswiederholung, wie etwa "jede Woche eine Tablette" sind nicht einmal als grober Richtwert brauchbar! Jedes Aquarium hat einen unterschiedlichen Eisenbedarf. Je nach Beleuchtung, Filterung, Futter, Pflanzenwuchs usw. schwankt dieser erheblich.

 

Eisen ist für die Pflanzen nur in ganz geringen Mengen erforderlich. Werte von 0,03 bis 0,1 mg/l sind für fast alle Pflanzen ausreichend. Mit einer periodischen Düngung wird oft Eisen angesammelt, welches nicht von den Pflanzen verbraucht wird und in größeren Mengen algenfördernd (Büschelalgen) wirkt. Im Mengen von mehreren mg/l kann es für Fische gefährlich werden, da es sich dann in den Kiemen absetzen kann. Der Eisengehalt ist also ein wichtiger Wert sowohl für Pflanzen als auch Fische! Ein Senken des Eisengehaltes im Aquarium ist selten erforderlich und wird nötigenfalls durch Wasserwechsel erreicht.

 

PAP 2/2012

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