Rotscheren-Riesenskorpion (Pandinus cavimanus)

Stamm:          

Gliederfüßer (Arthropoda)

Unterstamm:             Kieferklauenträger (Chelicerata)

Klasse:           

Spinnentiere (Arachnida)

Ordnung:      

Skorpione (Scorpiones)

Familie:           Scorpionidae

Gattung:         Pandinus

Bekanntester Verwandter:  Kaiserskorpion (Pandinus imperator)

Lebensraum:  Ostafrika: Kenia, Tansania, Somalia, Demokratische Republik Kongo; Sudan.

Lebenserwartung: Dieser Skorpion kann gut und gerne 15 Jahre und älter werden.

Größe: von 9 cm bis zu 12 cm (zählt zu den mittelgroßen bis großen Skorpionen).

Schutzstatus: Kein Schutzstatus

 

Äußere Merkmale: Eine schwarz bis dunkelbraune Grundfärbung. Bei Jungtieren ist das schwarz ausgeprägter, verblasst aber von Häutung zu Häutung. Die Scheren sind rötlich gefärbt, daraus leitet sich auch sein Name ab. Die Laufbeine sowie der Stachel weisen einen leichten rotbraunen Schimmer auf. Pandinus cavimanus hat stark ausgeprägte Pedipalpen mit kräftigen Scheren am Ende.

 

Giftigkeit: Pandinus cavimanus zählt zu den mindergiftigen Skorpionen d.h. er wird in das 5 – Stufenmodell unter der Rubrik 2 eingeordnet. Symptome gleichen einem herkömmlichen Bienen- oder Wespenstich nur um einiges schmerzhafter. Aber wie auch bei Bienenstichen kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Beim Umgang ist aber dennoch die nötige Sorgfalt, auch im Sinne des Tieres, angebracht. Aufgrund der geringen Giftwirkung sowie des ruhigen Wesens, das sich durch Stechfaulheit auszeichnet, ist der Rotscherenskorpion für einen Anfänger gut geeignet.

 

Futter: Heuschrecken, Schaben, Steppengrillen, Heimchen, Zophobas und Rosenkäferlarven werden gerne angenommen. Mit dem fangen von schnellen Futtertieren, wie kleine Schaben und Heimchen, haben die kleinen Jungskorpione ihre Mühe. Futterreste sollten aus dem Terrarium geholt werden. Auch Futtertiere die nicht gefressen werden sollte man aus dem Terrarium holen, da diese die Sinneshaare der Skorpione anfressen können. Auch sollte man die Futtertiere regelmäßig mit Vitaminen und Mineralien bestäuben. 

 

Verhalten: der Skorpion sucht sofort nach dem Einsetzen in das Terrarium nach einem festen Gegenstand und beginnt mit dem Anlegen einer Wohnhöhle bzw. Wohnröhre. Diese angelegt, sieht man ihn nur noch sehr selten da er ein sehr scheues Tier ist. Tagsüber ist er kaum außerhalb des Unterschlupfes zu sehen. Wenn man ihn überhaupt zu sehen bekommt, dann meist in Lauerstellung am Höhlen- bzw. Röhreneingang. Wird er gestört, durch Licht oder Erschütterung, kommt sofortiges Fluchtverhalten zum Tragen.  Aufgrund der geringen Aktivität ist diese Art mit Futter sehr genügsam. Außer in Phasen der Häutung genügt alle 2 – 3 Wochen ein Futtertier in Körpergröße. Futterpausen werden natürlich auch abhängig von den Haltungsbedingungen eingelegt und kann diese schon einige Wochen betragen. Beim Fangen des Beutetieres wird selten der Giftstachel eingesetzt. Selbst bei wehrhaften großen Futtertieren reichen die kräftigen Scheren vollkommen aus. Trotz des ruhigen Gemüts besteht eine erkennbare Aggression gegenüber Artgenossen. Wohnhöhlen bzw. –röhren werden nicht gemeinsam genutzt.

 

Haltung: Im natürlichen Lebensraum herrscht tropisches Regenwaldklima (Feuchtsavanne). Aus den Klima der Regionen abgeleitet bietet sich eine Haltung mit einer Tagestemperatur von 28°C bis 33°C und einer Nachtabsenkung auf Zimmertemperatur von 20°C bis 25°C an. Eine  flache Trinkschale, mit frischem Wasser gefüllt, sollte stets angeboten werden. Eine Luftfeuchtigkeit um die 60% - 75% wird empfohlen und am besten dadurch erreicht wen man einen Teil des Bodensubstrats stets feucht hält. Grünpflanzen und Moose unterstützen den Luftfeuchtigkeitsprozess enorm. In Bereich der Moose und Pflanzen sollte ebenfalls die Möglichkeit für das Anlegen der Wohnhöhle geschaffen werden, dabei presst er sich auch unter Steine oder andere "Rückenkontakt" spendende Einrichtungsgegenstände. Durch ein tägliches Sprühen wird ein gesteigertes Grabverhalten bei ausgelöst. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass Pandinus cavimanus ein humides Terrarium für Savannenbewohner benötigt.

 

Das Terrarium sollte mindestens eine Grundfläche von 0,24 qm ( z.B. 60 x 40 cm)  für ein ausgewachsenes  Tier betragen. Da es sich bei dieser Skorpion Art um eine sehr stark grabende Art handelt, sollte der Bodengrund aus einem Erde – Lehm – Sand - Gemisch bestehen, welches ca. 10 cm bis 20 cm hoch in das Terrarium gegeben werden sollte. Der hohe Lehmanteil sorgt für eine länger anhaltende Feuchtigkeit. Ein Austrocknen des Bodens sollte unbedingt vermieden werden. Als Einrichtung bieten sich abgerundete Steine, Wurzeln, Hölzer, Pflanzen, Moos, Kork- und Rindenstücke an. Es sollte aufgrund der weichen Bauchhaut auf scharfkantige Gegenstände im Terrarium verzichtet werden.

Da diese Art gräbt sollte auf Heizkabeln und Heizmatten verzichtet werden und die Temperatur eher über die Beleuchtung oder Keramikstrahler geregelt werden.

 

Eine  tolle und schöne Art, die für Skorpionfans und Einsteiger nur zu empfehlen ist.

 

Autor: Christian Pfandl

PAP 1/2013

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