Blinde Passagiere an Bord Darmparasiten unserer Haustiere

Hat mein Tier Würmer oder nicht? Diese Frage stellt sich mancher Tierbesitzer vor der vermeintlich „nötigen“ viertel-jährlichen Entwurmung. Ist es nötig das Tier zu entwurmen obwohl man gar keine Würmer im Kot sieht?

 

Bereits über die Muttermilch erhalten viele Welpen und Fohlen eine Portion Wurmeier von der Mutter. Die Trächtigkeitshormone aktivieren die Darmparasiten. So haben auch Hauskatzen durchaus Endoparasiten in ihrem Verdauungstrakt, auch wenn sie keine Mäuse fressen. Manch unliebsamer Parasit kann sogar aktiv in die Haut eindringen, wie etwa der Hakenwurm.

Mäuse fressen, Schnuppern und Lecken an Artgenossen, Schnuppern und Fressen von Kot oder neue Stallungen,  tragen ebenfalls zu einer Aufnahme von Würmern bzw deren Eiern bei

Die gängigsten Vertreter bei Hund und Katze sind Spulwürmer (Toxocara canis, Toxocara cati) und Hakenwürmer (Anclystoma). Die adulten Spulwürmer ähneln klein geschnittenen Spaghetti. Bei starkem Befall sind sie manchmal auch im Kot zu sehen.

Bei Pferden sind sehr häufig Strongyliden und Spulwürmer (Parascaris equorum) zu finden.

 

In der Regel jedoch sind Darmparasiten für das menschliche Auge nicht sichtbar. Lediglich die Eier der Endoparasiten werden mit dem Kot ausgeschieden, sind für das menschliche Auge jedoch nicht zu erkennen. Sie sind nur über eine parasitologische Kotuntersuchung mikroskopisch nachweisbar. Hierfür sammelt der Tierbesitzer über 3 Tage hinweg den Kot seines Tieres und schickt es an ein geeignetes Labor. Diese Untersuchung sollte 4x pro Jahr durchgeführt werden.

 

Inzwischen hat auch die Schulmedizin erkannt, dass eine Pauschalentwurmung nicht nur oft unnütz ist, sondern auch dem Tier und der Umwelt schadet und zudem immer mehr Resistenzen der Darmparasiten fördert. Bei Pferden sollten die Eizahl pro Gramm Kot bestimmt werden. Neue Studien belegen dass eine gewisse Anzahl Parasiten zu einer normalen Darmflora dazu gehören und erst ab 200 Strongylideneier pro Gramm Kot eine Entwurmung durchgeführt werden sollte, wenn das Pferd bei guter Gesundheit ist. 14 Tage nach einer durchgeführten Entwurmung sollte der Kot erneut untersucht werden um die Wirkung der Entwurmung bestätigt zu wissen.

 

Schulmedizin und Naturheilkunde

 

Abmagerung, Durchfall (unregelmäßig oder chronisch), dicker Bauch, starker Hunger, Koliken können Symptome einer Verwurmung sein.

 

Wichtig zu wissen ist, dass eine chemische Entwurmung nur punktuell Parasiten abtötet. Dies macht z.B. bei einem starken Parasitenbefall Sinn. Jedoch kann das Tier 14 Tage später schon wieder neue Parasiten „aufgesammelt“ haben. Der Ansatz der Naturheilkunde ist ein anderer. Hier wird darauf abgezielt durch artgerechte Fütterung, Stärkung des Immunsystems und der Darmflora den Parasiten keine „Angriffsfläche“ zu bieten. Ebenso finden häufig Kräuter Einsatz die parasitenwidrig wirken können.

Wie Sie auch handeln, eine Kotprobe sollte als erstes von einem geeigneten Labor untersucht werden bevor Sie Ihr Tier entwurmen – oder würden Sie selbst prophylaktisch ohne labordiagnostische Nachweise ein Entwurmungsmedikament schlucken?

 

Naturheilkundliche Labordiagnostik

Julia Larissa Back

 

PAP 4/2012

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