Der Steppenlemming (Lagurus lagurus)

Der Steppenlemming ist ein kleiner ca. 10 cm großer, braungräulicher aber ganz besonders lieber Hausgenosse mit schwarzem Aalstrich am Rücken, der bei uns weithin noch unbekannt  scheint. Wenn er zwar auch kein richtiger Lemming sondern ein Artverwandter der Wühlmäuse ist, so bietet er sich aufgrund seines netten Charakters als putziger Hausgeselle an. Nicht nur dass er sehr handzahm wird, ist er in der Haltung als nacht- und tagaktives Heimtierchen auch weniger geruchsintensiv als Mäuse.

Sein natürlicher Erscheinungsraum  liegt weit im Osten in den Halbsteppengebieten von Zentralasien, der Ukraine und Mongolei.

Als Behausung dient am besten ein Glasbecken; altes Aquarium oder ein ausbruchssicheres Terrarium mit verschiedenen Etagen und Klettermöglichkeiten aus Nuss- oder Obstgehölz. Die Haltung insgesamt ist, so man sich etwas mit Nagern vertraut gemacht hat, nicht wirklich schwer.

 

Er benötigt tiefes Einstreu (Hobel-/Sägespäne jedoch kein Katzenstreu) da er gerne Gänge gräbt und ein Labyrinth von Tunnels baut. Für sein Nest  kann man ihm vieles anbieten; gerne genommen sind größere Kartonrollen oder Kokosnussschalen mit kleiner Lochöffnung die sich der Lemming dann mit Heu und Holzwolle einrichtet. Steine, Blätter, Moos, Äste und Beschäftigungsmaterial sollten im Terrarium ebenso wenig  fehlen wie ein Laufrad auf dem sie liebend gerne turnen. Als Trinkgelegenheit sollte eine stabile Schale oder kleine Nagerflasche zur Verfügung stehen.

 

Bei der Ernährung bietet die Natur im Sommer eine Vielfalt von Gräsern und Sämereien; möchte man jedoch sicher gehen, dass der kleine Hausfreund diese auch verträgt, sollte man besser im Zoofachhandel  Gross- / Sittich oder Winterstreufutter möglichst ohne fettige Zusätze erstehen und aus der Natur nur Löwenzahnblätter, Gänseblümchen, Spitzwegerich und Haselnussblätter entnehmen. Die Gabe von Heu ist ebenso wichtig wobei man dieses auch selbst herstellen kann. Gerne genommen werden getrocknetes Brot zur Zahnpflege wie auch Hirse-und Maiskolben. Bei Karotten, Gurken, Salat und ähnlichem kommt es auf den Geschmack des jeweiligen Tierchens an. Obst oder gar Südfrüchte sollte der Lemming wegen dem Zuckergehalt nicht zu viel bekommen.

Hinsichtlich der Alterserwartung  gibt´s noch keine wirklich sichern Angaben; bewegt sich aber so zwischen 2 - 3 Jahren ähnlich dem Haushamster.

Stellt sich einmal Nachwuchs ein, so geschieht dies meist nach ca. 20 Tagen Tragezeit.  Eine Trennung der Familie ist nicht nötig, da Lemminge sehr sozial sind und alle auf den Nachwuchs Acht geben. Nach etwa 4 Wochen sind die Jungen selbstständig.

Bei Anschaffung muss man sich auch im Klaren sein, dass der Lemming ein Kuschler ist und nicht einzeln sondern mindestens paarweise gehalten werden muss. Möchte man keine ungewollte Vermehrung, dann sollte man darauf achten, dass es sich jeweilig um zwei Männchen oder Weibchen handelt, die sich schon vertragen (möglichst miteinander aufgewachsen sind), da es sonst zu Revierkämpfen kommen kann die für einen meist tödlich enden.

Abschließend noch der Hinweis, dass es Haltungsbestimmungen gibt über die der Zoofachhändler gerne berät.

Autor: H.S.

PAP 2/2013

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