Hummeln (Bombus)

Allgemein ist bekannt, dass Bienen eine äußerst große Bestäubungsleistung und damit eine wichtigen Beitrag für die Ernährung der Menschheit leisten! Aber nicht nur Bienen, sondern zahlreiche weitere Insekten, wie Wespen, Käfer, Schmetterlinge etc. tragen zur Bestäubung bei.

Sehr häufig ist jedoch die Hummel der "Erste" Bestäuber einer Blüte. Die Bestäubungsleistung der Hummel ist sogar größer, als die der Bienen. Die Hummel kann auch bei Wetterbedingungen fliegen, bei welchen keine Biene ihren Stock verlässt. Selbst bei 5° C. Außen-temperatur ist die Hummel in der Lage, ihre Körpertemperatur auf ca. 45° C. zu halten. Auch durch ihr Körpergewicht und ihre Körperfülle ist eine Hummel den schmächtigeren Bienen bei niedrigeren Temperaturen überlegen.  

Generell haben Hummeln einen erhöhten Energiebedarf! Damit eine bessere Regelung der Körpertemperatur gewährleistet ist, muss eine erhöhte Sammel- und Bestäubungsleistung erfolgen, um den dafür notwendigen Energie- und Nektarbedarf abdecken zu können. Um die Körpertemperatur zu erhöhen - und dadurch auch bei kälteren Temperaturen fliegen zu können - lassen Hummeln ihre Flugmuskulatur im "Leerlauf" vibrieren und erzeugen dadurch Wärme.  Im Gegensatz zu Bienen fliegen Hummeln in der gleichen Zeit bis zur 5fachen Menge an Blüten an.

Auch für die Viehwirtschaft ist die Hummel von Bedeutung! Rotklee ist ein guter Lieferant für Eiweiß, Fett und Stärke und ist damit ein hochwertiges Futtermittel für Schafe und Rinder. Rotklee ist in der Lage, Nährstoffe im Boden zu binden, wodurch dieser nicht so schnell ausgelaugt wird. Da Rotklee Blüten mit langen Blütenröhren besitzt, können langrüsselige Hummeln diese Blumen im Gegensatz zu Bienen wesentlich besser bestäuben und dadurch deren Fortbestand sichern.

Ein Hummelstaat wird von einer Königin, welche überwintert hat, im Frühjahr gegründet. Je nach Art werden im Zeitraum Februar bis April Eier abgelegt. Ein Humelstaat besteht aus 50 - 600 Tieren. Ein Hummelvolk überlebt in Europa nur einen Sommer!

Hartnäckig hält sich auch folgendes Gerücht:

Die Hummel hat 0,7 cm² Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.

Gerne wird folgender Satz dazu gedichtet:

Da die Hummel die Gesetze der Aerodynamik nicht kennt, fliegt sie dennoch.

Tatsächlich gibt es hier kein Widerspruch! Anders als bei Flugzeugen sind die Flügel von Insekten nicht starr sondern schlagen durch die Luft. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Wirbel, der den Flügeln des Insektes Auftrieb verleiht. Durch diesen "Trick der Natur" kann daher eine Hummel trotz geringer Flügelfläche und großem Gewicht fliegen! 

Hummeln sind relativ friedliche Tiere und stechen nicht sofort! Während männliche Exemplare (Drohnen) ohnehin keinen Stachel haben, wehren sich Königinnen und Arbeiterinnen nur selten und zeigen vor dem Stich deutliche Warnsignale!

Fühl sich eine Hummel bedroht, hebt sie ihr mittleres Bein in Richtung des Angreifers. Fühlt sich eine Hummel besonders massiv bedroht, dreht sie sich auf den Rücken und streckt dem Angreifer das Hinterteil mit dem Stachel entgegen.

Im Gegensatz zu einer Wespe oder Biene bleibt der Stechapparat mit der Giftdrüse bei einem Hummelstich nicht im Opfer stecken, wodurch viel weniger Gift in den Körper gelangt und ein Hummelstich dadurch auch weniger schmerzhaft ist. Trotzdem sollten Allergiker besondere Vorsicht walten lassen.

Die Giftzusammensetzung obgenannter Tiere ist ähnlich! Das Gift ist ein Nervengift und enthält Apamin. In der Medizin wird dieses Gift manchmal aufgrund seiner aber auch entzündungshemmenden Wirkung bei z.B. Gelenksproblemen  eingesetzt.

PAP 3/2012

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