Tropische Rattenmilbe (Ornithonyssus bacoti)

Die häufigsten Hautparasiten in unseren Regionen sind Läuse, Zecken und Flöhe. Doch verbreiten sich zunehmend auch Exoten wie die Tropische Rattenmilbe. Diese Milbenart gelangte über das Haarkleid von Schiffsratten nach Europa und hat sich weitgehend unbemerkt ausgebreitet. Ihr Hauptwirt sind Ratten und Mäuse. Die Milben sind allerdings nicht sehr wählerisch. Findet sich kein passender Wirt, fällt dieses Tier auch über andere Haustiere wie Wüstenrennmäuse, Hamster aber auch Kaninchen, Meerschweinchen und auch den Menschen her. Besonders Kinder, mit engem Kontakt zu ihrem Haustier sind betroffen.

Die tropische Rattenmilbe ist etwa 0,5 mm bis 1 mm lang und schwarz gefärbt. Diese Milbenart lebt nicht dauerhaft auf dem Wirt, sondern besuchen diesen nur zum Blut saugen und leben in der übrigen Zeit versteckt in der Nähe des Wirtes. Der Wirt wird meist nur in der Nacht für durchschnittlich 20 Minuten besucht!

Die Entwicklung vom Ei zur fortpflanzungsfähigen Milbe dauert 7 - 14 Tage. Die Lebenserwartung liegt bei etwa 2 -3 Monaten. Ohne Nahrung können sie bis zu 9 Monate in ihrem Versteck überleben.  

Übertragen werden diese Parasiten häufig durch Einstreu, Heu aber auch Futter. Genauso können Sie aber auch mit einem Wirt (also z.B. ein neues Haustier) übertragen werden. Auch durch die Kleidung des Tierhalters kann eine Verschleppung nicht ausgeschlossen werden. Wildtiere wie Vögel und Ratten können ebenfalls für eine Übertragung an das Haustier verantwortlich sein.

Ein beginnender Befall an Tieren ist kaum zu merken. Tiere die stark befallen sind, zeigen Hautläsionen oder rote Punkte. Unbehandelt leiden die Tiere an Juckreiz und wirken nervös, unruhig und kratzen sich häufig. Das Fell kann struppig abstehen, die Tiere ermüden schneller und sind geschwächt.

Beim Menschen fallen in der Regel nur wenig charakteristische Hautveränderungen auf. Die Milben sind auf der Haut des Menschen in der Regel nicht nachweisbar. Besonders betroffen sind die unbedeckten Körperstellen wie die Extremitäten oder auch der Kopf. Jedenfalls: Wenn es anfängt zu jucken ist die Milbe schon wieder weg! Häufig wird daher fälschlicherweise eine Allergie, eine bakterielle Infektion oder ein Hautpilz als Ursache angenommen. Erst nach erfolgloser symptomatischer Therapie wird oft erst an Milben als Ursache gedacht.  

Da die Parasiten nicht dauerhaft auf dem Wirt leben, ist es sinnvoll, bei Verdacht nach den Parasiten zu suchen. Bei Kleinnagern ist es z.B. sinnvoll, ein befallenes Tier auf weißen Zellstoff zu setzen und es mit einem Antiparasitenmittel zu behandeln. Im Schnitt haben die nach 20 Minuten alle Parasiten den Wirt verlassen. Um ganz sicher zu sein, nimmt man z.B. eine Probe mit einem Tesastreifen von den befallenem Tier. Dieser wird zum Tierarzt gebracht und von diesem untersucht bzw. an ein Institut für Parasitologie gesandt. 

 Bei der Behandlung der Tiere ist wichtig, dass alle Tiere die in einem Raum leben mitbehandelt werden. Auch dann, wenn diese Tiere nicht befallen sind. Für die Behandlung zu empfehlen sind z.B. Baktazol oder Ardap Umgebungsspray sowie entsprechende Vernebler.

Wichtig ist die gründliche Reinigung und Desinfektion des Käfigs als auch der Umgebung! Einstreu, Heu, Futter sollte entsorgt oder für 48 - 72 Stunden eingefroren werden.  Sämtliche Einrichtungsgegenstände müssen gesäubert werden. Alle schwer abwaschbaren Teile wie Holz, Kork etc. sollten für 40 - 45 Minuten bei knapp 100 Grad unter Aufsicht im Ofen ausgebacken werden. Milben auf Keramikteilen können durch eine 2minütige Erwärmung (auf höchster Stufe) in der Mikrowelle abgetötet werden.

PAP 2/2013

Ein niedlicher Hamster ist potenzieller Überträger von Milben und Co.

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