VHL-Studenten forschen gegen das Bienensterben

Das weltweite Bienensterben hat spätestens im vergangenen Jahr durch den mehrfach ausgezeichneten Film „More than Honey“ des Schweizer Regisseurs M. Imhoof für Schlagzeilen gesorgt. Dieser Film dürfte auch dem letzten Zuschauer deutlich gemacht haben, dass eine Zukunft ohne Biene Maja für den Menschen recht düster aussehen dürfte. Tatsächlich würden mehr als ein Drittel unserer Nahrungsmittel ohne die Bestäubung durch Bienen nicht mehr gedeihen.

Dass diese Entwicklung kein überzogenes Szenario von Umweltschützer ist, zeigt die Situation in verschiedenen Landstrichen von China: Da die Tiere hier bereits fast ausgerottet sind, müssen nunmehr Arbeiter in mühevoller Kleinarbeit das Bestäuben der Blüten übernehmen, um keine Ernteausfälle zu riskieren. Unnötig zu erwähnen, dass der Mensch diese ökologische Nische nur unzureichend ausfüllen kann.

Den wenigsten dürfte bis dato deutlich bewusst gewesen sein wie eng diese Insekten mit der Stabilität unserer (menschlichen) Nahrungs-mittelkette zusammenhängen.

Nachdem uns die UN-Welternährungsorganisation bereits seit längerem prophezeit, dass die zukünftige Versorgung der Welt-bevölkerung mit Nahrung bereits qua Produktionsmöglichkeit kaum zu bewältigen sein wird, verschärft sich die Lage nun noch weiterhin durch das globale Bienensterben.

Doch warum sterben die Bienen eigentlich überhaupt?

Ein Grund ist  der Einsatz von Pestiziden, die die Bienenvölker schwächen. Weiterhin wird der zunehmende Ausbau von landwirt-schaftlichen Flächen zu Monokulturen für die Tiere zum Problem. Nach einem Übermaß an Nahrung in der Blütezeit der Monokultur hungern die Bienen nach dieser. Doch daneben ist auch die industrielle Bienenhaltung problematisch. Der Begriff Massentierhaltung, der wohl bei den Wenigstens sofort die Assoziation an Honigbienen wecken dürfte, trifft deren Haltungsbedingungen jedoch tatsächlich recht gut. Wie in der populären Massentierhaltung ist der erhöhte Einsatz von Antibiotika zur Kontrolle von durch Intensivhaltung ausgelösten Epidemien hier Gang und Gebe. Alle diese Faktoren zusammen bewirken das globale Bienensterben. Die Problematik  offenbart deutlich wie sehr  unser Leben  vom Überleben der Bienen   abhängig ist.

Um die Öffentlichkeit weiter zu informieren und zu sensibilisieren, haben sich Studenten des Wildlifemanagement diese Thematik als Forschungsthema für Ihre Bachelorarbeit ausgewählt. Ihr Einsatzgebiet wird die Stadt Leeuwarden im schönen Friesland (Niederlande)sein.  In den kommenden 6-7 Monaten werden die Studenten in Zusammenarbeit mit der Gemeinde inventarisieren, wie viele Bienen welcher Art in der Stadt vorkommen. Weiterhin werden sie untersuchen, wie geeignet das städtische Habitat der Gemeinde für diese Tiere überhaupt ist. Natürlich lassen die Studenten auch den bildungspolitischen Aspekt der Thematik nicht außer Acht: Im Anschluss an die Inventarisierung der Position der Anwohner zu verschiedenen „bienenrelevanten“ Themen, werden von den Absolventen Konzepte für eine bessere Information und Beteiligung der Bürger entwickelt.

Autor: Natascha Dupre (animal management student)

VHL University of Applied Sciences

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The Netherlands

 

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