Die Moschusschildkröte / Sternotherus odoratus

Eine besonders interessante Schildkröte für den Einsteiger ist die Gewöhnliche Moschusschildkröte (Sternotherus odoratus).  Aufgrund ihrer geringen Größe mit einer Panzerlänge von 7,5 - 13 cm ist sie hervorragend für das Zimmer-Aquaterrarium geeignet. Da sie aus einer gemäßigten Klimazone (südöstliches Kanada, östliche und westliche USA) kommt, kann auf eine aufwendige Technik verzichtet werden. Der Panzer der adulten Tiere ist dunkelbraun über dunkelgrau bis schwarz gefärbt und besitzt keine Zeichnungen. Bei Jungtieren ist ein dunkles Fleckenmuster zu erkennen. Bei  Jungtieren sind drei charakteristische Kiele vorhanden, die mit zunehmendem Alter verschwinden.

 

Um Feinde abzuwehren können Moschusschildkröten einen in Drüsen gebildeten nach Moschus stinkenden Duftstoff absondern. Eingewöhnte Tiere benutzen diese Verteidigungsstrategie allerdings selten! In ihrer Heimat bevorzugt diese Schildkrötenart Gebiete mit geringer Strömung und weichem Bodengrund im Flachwasserbereich. Sie ist eine ausgezeichnete Kletterin, die allerdings selten das Wasser zum Sonnenbaden verlässt. Je nach Verbreitungsgebiet führt diese Art eine Winterruhe von unterschiedlicher Dauer wie von Oktober bis April oder auch nur von Dezember bis Februar durch.

Auf eine Überwinterung soll nicht verzichtet werden. Dazu werden im Herbst die Temperatur und die Beleuchtungsdauer reduziert. Eine Überwinterung erfolgt dann bei 5 - 10 °C. Eine Überwinterung kann sowohl im Wasser als auch an Land erfolgen. Bei der Überwinterung im Wasser empfiehlt sich die Zugabe von etwas Kochsalz zur Stabilisierung des Elektrolythaushaltes. Zur Pilzvorbeugung kann schwarzer Tee zugegeben werden.  

 

Ideal zur Haltung von 2-3 Moschusschildkröten sind Aquarien mit einer Größe von 120 x 50 cm. Auf eine herkömmliche Standartabdeckung sollte verzichtet werden, da diese die Luftzirkulation behindert und notwendige Strahler nicht ideal installiert werden können. Da die Tiere schlechte Schwimmer sind, sollte der Wasserstand nur 15 - 20 cm betragen, auch wird ein Landteil zum gelegentlichen Sonnenbaden und für die Eiablage benötigt. Weibchen sollten von Männchen zur Stressvermeidung, welche oft zu Legenot führt,  getrennt gehalten werden. Vorsicht gilt auch bei Männchen, da sie sehr oft untereinander unverträglich sind.

 

Für den Landteil ist Sand oder ein Gemisch aus Blumenerde bzw. Torf und Sand ideal und sollte dieses leicht feucht gehalten werden. Der Landteil soll mit einem Wärmespot (z.B. 40 Watt Strahler) bestrahlt werden, welcher im Lichtkegel um die 35 °C erreichen soll. Bei der Aufstellung des Beckens sollte eine direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft vermieden werden.

 

Die Gewöhnliche Moschusschildkröte ist ein Allesfresser (omnivor). Neben Würmern, Schnecken, Fisch und Insekten werden auch Wasserpflanzen wie z.B. Hornkraut und Wasserlinsen gefressen. Auch werden tote Mäuse, Rattenbabys, Katzenpellets etc. angenommen. Kalk in Form von z.B. Sepiaschalen darf ebenfalls nicht fehlen und trägt zur gesunden Ernährung bei.

 

Die Hauptaktivitätszeit der Moschusschildkröten ist an Morgen oder am Abend, was gerade für Berufstätige oft ein Vorteil ist!

 

Eine Vermehrung der Schildkröte ist das ganze Jahr über möglich. Die Weibchen können das Sperma speichern, sodass eine Paarung im Jahr für mehrere Eiablagen ausreicht. Die Gelege können 1 - 10 Eier umfassen.  Der Schlupf erfolgt bei natürlichen Bedingungen nach etwa 65 - 86 Tagen. Ungefähr 4 - 6 Wochen nach der Paarung kommt es zur ersten Eiablage.

 

PAP 2/2012

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