Mein Leben sind Tiere - Ein Portrait über Mario Aigner und seine Arbeit als Falkner

Mario Aigner ist Tiertrainer und Falkner aus Überzeug-ung und Leidenschaft. In seiner Kindheit ist er auf einem Bauernhof aufge-wachsen und hatte schon immer ein Herz für verletzte und kranke Tiere. Bereits mit 8 Jahren hat er verletzte und verstoßene Wildtiere wie Amseln, Krähen, Hasen, Marder-babys etc. heimlich aufgezogen, um sie später wieder in die Freiheit zu entlassen.

 

Mit 9 Jahren fand er seinen ersten verletzten sich noch im Daunenkleid befindenden Turmfalken, der aus seinem Horst gefallen war. Trotz zahlreicher Verletzungen und Unterernährung schaffte er es, diesen Wildvogel aufzuziehen.

 

Die Arbeit mit Greifvögel sind für ihn kein Hobby sondern Lebenseinstellung. Greifvögel sind nicht mit Hunden, Katzen oder Pferden zum vergleichen. Greifvögel sind Wildtiere und werden das auch immer bleiben!  Nur mit viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Ruhe und der richtigen Begabung bringt man einen Greifvogel dazu, dem Menschen oder besser gesagt dem Falkner zu vertrauen und ihn als Jagt-Gehilfen (und Freund) zu sehen. 

Der kleinste Fehler in der Abtragephase (Trainingsphase) führt dazu, dass der Vogel beim ersten Freiflug nicht genügend Vertrauen und Bindung zum Falkner aufgebaut hat und dadurch seine eigenen Weg fliegt und nicht mehr zurückkehrt.

 

Falknerei ist die Jagt mit dem Vogel. Diese benötigt eine intensive Trainingsphase und erlaubt keine Fehler.  Im Federspieltraining wird Kraft und Ausdauer, die der Greifvogel bei der späteren Jagd benötigt, trainiert. Als Beuteattrappe wird dafür ein mit Sand gefüllter Lederbeutel, der mit Fleischstücken gespickt ist, verwendet. Der Vogel fliegt bei diesem Training frei und der Falkner dreht die Beute im Kreis.   

 

Die Zeit, die ein Falkner für die Arbeit mit dem Greifvogel verwendet, wird oft auch vom Vogel bestimmt! Es kann durchaus passieren, dass der Greifvogel sich verfliegt, oder durch Hunde oder Menschen irritiert wird. Dies kann für den Falkner durchaus auch zum Verlust des Arbeitsplatzes führen, da so mancher Arbeitgeber kein Verständnis dafür aufbringt,  dass der Falkner nicht in die Arbeit kommen kann, da er zwei Tage damit beschäftigt ist, "seinen Greifvogel" zu suchen.

 

Es sollten sich daher nur jene Menschen mit dem Thema Falknerei beschäftigen, die über genügend Zeit, Einfühlungs-vermögen und Fachwissen verfügen und mitunter auch auf einen Urlaub verzichten, um mit ihrem Greifvogel zu trainieren. Der im Training stehende Beizvogel wird nämlich nicht verstehen, wenn sein "Kollege" plötzlich nicht mehr da ist. Auch sollte sich jeder bewusst sein, dass ein Greifvogel kein Show- oder Vorzeigeobjekt ist! Greifvögel sind und bleiben scheue Wildtiere, die selbst jagen und Beute schlagen und auch alleine überleben können! Es geht nur manchmal mit dem Menschen etwas leichter.

 

Einige weitere Informationen zur Falknerei:

 

Falkner sind Experten in der Pflege und in der Auswilderung von gesund gepflegten Greifvögeln, und tragen viel zum Artenschutz bei. Eine Freilassung ohne ausreichende Genesung würde automatisch den Tod des Vogels bedeuten! Die Falknerei hat teilweise auch große Bedeutung für die Sicherheit auf Flughäfen. Dort werden sie oftmals zur Vertreibung von Vogelschwärmen eingesetzt.

 

Am 16. November 2010 wurde die Falknerei in die repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

 

In Deutschland erfordert die Falknerei eine eingeschränkte Jägerprüfung (ohne Handhabung von Schusswaffen) und eine spezielle Falknerprüfung. Da die Beizjagt dem Jagdrecht unterliegt, bedarf es eines Falknerjagdscheins.

 

PAP 3/2012

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