Axolotl – Mexikanischer Querzahnmolch (Ambystoma mexicanum)

Die Mexikanischen Querzahnmolche stammen ursprünglich aus einem kalkhaltigen See und Grabensystem von Mexiko City. Sie sind Neotenie Tiere, das heißt, der Eintritt der Geschlechtsreife erfolgt im Larvenzustand ohne Metamorphose (Umwandlung). Im Gegensatz zu heimischen Molcharten verbringen sie ihr gesamtes Leben im Wasser. Sie eigenen sich ausgezeichnet zur Haltung im Aquarium. Auch eine teilweise Teichhaltung ist möglich. Die Tiere wachsen ihr gesamtes Leben und können eine Gesamtlänge von mehr als 25 cm erreichen. Ihre Geschlechtsreife tritt etwa im Alter von einem Jahr ein. Ihre Lebenserwartung beträgt in etwa 15 Jahre.

Für die Wissenschaft sind Axolotl interessante Tiere, da sie die verblüffende Fähigkeit besitzen, abgetrennte Gliedmaßen sowie Teile von Organen identisch und ohne Narbenbildung zu regenerieren (nachzubilden). Selbst den kompletten Schwanz bis hin zum Auge kann der Axolotl innerhalb weniger Wochen wieder herstellen. Zusätzlich kann das Gewebe dieses Molches bei Bedarf in eine andere Rolle schlüpfen. So können sich Zellen aus dem Nervensystem in Muskel- oder Knorpelzellen umwandeln.

Axolotl sind Lauerjäger und unterliegen dem Anhang B der EU-Artenschutzverordnung (EG 338/97), daher ist die Ein- und Ausfuhr der Tiere in EU-Staaten genehmigungspflichtig.

Bei der Haltung ist darauf zu achten, dass diese Tiere keine Chemikalien wie Wasseraufbereiter oder Starterbakterien und Pflanzendünger vertragen. Das Aquarium sollte gut durchlüftet sein und eine Mindestgröße von 100 x 40 cm für zwei Tiere aufweisen. Das Licht sollte nicht zu hell sein und eventuell durch Schwimmpflanzen gedämpft werden. Der Bodengrund sollte eine Körnung von 3 mm nicht überschreiten, da die Tiere beim Futterschnappen oftmals Sand mit aufnehmen. Für die Haltung ist ein Temperaturbereich von 12 – 23°C. ideal. Höhere Temperaturen werden über kurze Zeit verkraftet, setzen die Tiere aber unter Stress und machen sie anfälliger für Krankheiten.

Zur Fütterung eignen sich „Axolotlpellets“ oder roher Fisch, Süßwassermuscheln, Hühnerherz und Mückenlarven. Ebenso können Friedfische wie Guppys, Regenwürmer, Keller- und Wasserasseln, Bachlohkrebse etc. gefüttert werden.    

Achtung: Axolotl eigen sich nicht für Gesellschaftsbecken.

Xenopus laevis / Krallenfrosch

Krallenfrösche gehören zur Gattung der zungenlosen Frösche (Pipidae). In freier Natur ist ihre Heimat Afrika. Sie erreichen eine Größe von etwa 11 - 13 cm. Die zu den Amphibien zählenden Frösche besitzen keine Kiemen, sind Lungenatmer und verlassen das Wasser nur sehr selten. Die aquatil (Tiere die ihren Lebensmittelpunkt im Wasser haben) lebenden Tiere verlassen das Wasser üblicherweise nur, wenn zu wenig Nahrungsangebot vorhanden ist oder das Gewässer in dem sie leben austrocknet.   

Krallenfrösche können sehr alt werden und durchaus ein Alter von 20 - 30 Jahre erreichen. Sie haben vier Finger ohne Schwimmhäute und fünf Zehen mit Schwimmhäuten. Mit Hilfe ihrer kräftigen Beine und ihrer Schwimmhäute können sie in alle Richtungen (auch rückwärts) schwimmen.

Achtung: Die Haut der Krallenfrösche ist sehr empfindlich, außerdem kann das Hautsekret der Tiere zu Allergien führen. Krallenfrösche können bedingt durch Hormone die Hautzellen heller oder dunkler färben. Die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere wirbeln Bodengrund (Sand) auf, um darin nach Nahrung zu suchen.   

Krallenfrösche sind extrem anpassungsfähige Tiere. Die Idealtemperatur für die Haltung beträgt 18 - 26 °C. Diese Tiere überleben mitunter aber auch Temperaturen zwischen 0 - 30 °C. Teilweise überwintern diese Tiere sogar unter Eis. In freier Natur überleben die Tiere oftmals auch in fast ausgetrockneten Teichen. Ein Weibchen kann pro Jahr über 10.000 Eier ab laichen.

Potentielle Fressfeine halten sie durch das Ausscheiden von Haut-giftstoffen ab. Die Hautsekrete des Xenopus laevis wirken antibiotisch und pilzhemmend. 

In freier Natur dienen die Frösche dem Menschen oftmals auch als Nahrung und damit als willkommene Proteinquelle.

Für die Haltung im Aquarium benötigen die Tiere ein entsprechend großes Aquarium, da sie besonders in der Nacht sehr bewegungsaktiv sind. Wichtig ist eine Abdeckung des Beckens. Der Abstand des Wassers zum Beckenrand sollte mindestens 15 - 20 cm betragen. Im Sommer ist eine Freilandhaltung möglich. Ein Landteil ist nicht erforderlich. Als Nahrung dienen den Krallenfröschen Insekten, Würmer, Fische bis hin zu Amphibien. Bei einer Überpopulation tritt häufig auch Kannibalismus auf. Futter wird von den Krallenfröschen mit hoher Geschwindigkeit mit den vorderen Gliedmaßen zum Maul befördert und gefressen.

Im Handel werden sehr oft Albinos angeboten. Bei diesen Tieren fehlen die Pigmente in der Haut wie sie in der Normalform existieren. Die Augen sind häufig allerdings nicht pigmentlos und erscheinen daher nicht rot (Teilalbinismus). Der Teilalbinismus vererbt sich dominant.

Aufgrund der oftmals hektischen Schwimmbewegungen sollten nur robuste Pflanzen verwendet werden. Als Unterschlupf eignen sich z.B. Wurzeln, Steinaufbauten oder Tonröhren.

Besonderes:

Krallenfrösche sind auch als Apothekerfrösche bekannt. Der Zoologe Lancelot Hogben fand heraus, dass das menschliche Schwangerschaftshormon Chorion-Gonadotropin, welches von der zweiten Woche an im weiblichen Urin nachgewiesen werden kann, auch bei Krallenfröschen Wirkung zeigt. Spritzt man ihnen eine kleine Menge des Urins einer Schwangeren unter die Haut, kommt es am nächsten Tag zur Eiablage. Damit wurde der Krötentest ein enormer Erfolg und in aller Welt immer wieder durchgeführt. Da diese Tests häufig in Apotheken durchgeführt wurden, hat der Krallenfrosch auch den Namen Apothekerfrosch erhalten. Erst in den 70er Jahren wurde ihr Einsatz durch Teststreifen abgelöst.

PAP 1/2013

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